Berufe wie "TrainerIn" bzw. "WeiterbildnerIn" im berufs- und letztlich auch sozialpädagogischen Bereich wurden in der Forschung bisher nur in vergleichsweise geringem Maße beleuchtet. Dies ist umso erstaunlicher, als dass TrainerInnen und WeiterbildnerInnen, die mit einem arbeitsmarktpolitischen Auftrag Arbeitsuchende trainieren und weiterbilden, eine Schlüsselfunktion im arbeitsmarktpolitischen Geschehen einnehmen.
TrainerInnen und BeraterInnen nehmen im berufs- und sozialpädagogischen Bereich eine zentrale sozialintegrative Rolle in der Gesellschaft ein. Die Identifizierung ihrer Ausbildungsprofile, ihrer individuellen Qualifikationen, ihrer Schlüsselkompetenzen und ihrer Tätigkeitsfelder sowie die Rekonstruktion ihrer Erwerbsbiographien auf der Basis qualitativer Erhebungsmethoden dient dazu, die bislang seitens der Forschung vernachlässigten „Akteure“ dieses Berufsfeldes in den Blick zu nehmen. Ziel ist es, vor dem Hintergrund ermittelter Erwerbsbiographien und Qualifikationsprofile jene formalen und informellen Qualifikationen und Kompetenzen auszuweisen, die erforderlich sind, um als TrainerIn erfolgreich tätig zu sein.
Neben einer Literaturanalyse und sekundärstatistischen Auswertungen werden ExpertInneninterviews [n=6] und qualitative Interviews mit TrainerInnen und WeiterbildnerInnen [n=16] durchgeführt. So werden je 8 TrainerInnen befragt, die derzeit in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (BO, Aktivierung, Qualifizierung) tätig sind. Weitere 8 TrainerInnen, die ehemals in diesem Bereich tätig waren und sich im Laufe ihrer Erwerbskarrieren in den privatwirtschaftlichen Trainings- bzw. Personalentwicklungs- oder Coachingbereich weiterentwickelt haben, werden ebenfalls befragt. Neben der eigenen Berufwahlentscheidung, der Vorinformation zum Beruf, dem erworbenen Qualifikationsprofil, dem Einstieg in den Arbeitsmarkt sollen auch die Zufriedenheit mit dem Beruf, das Selbstbild sowie mögliche Ideal- und Leitbilder thematisiert werden.
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